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Wir haben zur Zeit 14 Jugendliche zur Ausbildung in unserer Jugendgruppe.Die Ausbildung besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht.Die Jugendgruppe hat sich im Rahmen dieses Unterrichts zum Ziel gesetzt,für Jugendliche die noch keine Fischerprüfung haben die Möglichkeit zu schaffen Angeln zu können. Außerdem sollen die Jugendlichen beim Besuch dieses Unterrichts auf die staatliche Fischerprüfung vorbereitet werden.
Unsere Jugendgruppe steht unter der Leitung von
Wolfgang Botzenhardt und Markus Steinborn sowie Johann Hermann, Michael Kopp als Betreuer.


Ihr größter Traum: Eine dicke Forelle am Haken

Jugendliche des Fischereivereins Illertal/Senden werfen am Pfingstwochenende ihre Haken aus.

Wullenstetten: Die heimischen Fischarten kennen sie alle.
Zander, Hecht, Saibling, Schleie, Karpfen oder Aal - und regelmäßig ziehen die Buben aus der Jugendgruppe des Fischereivereins Illertal/Senden einige der Fische aus dem Wasser, mit denen der kleine Weiher nahe dem Ortsteil Wullenstetten bestückt ist.

Drei Stunden haben die Nachwuchs-Angler an diesem sonnigen Sonntagvormittag Zeit.
Die meisten von ihnen traben routiniert am Ufer entlang, ausgerüstet mit Angel, Köder, Kescher und Klappstuhl.
Denn es kann es eine Weile dauern, bis ein Fisch am Haken hängt. „Wenn man Pech hat, sitzt man stundenlang und es beißt halt nix“, sagt Jugendleiter Wolfgang Botzenhardt.
Als Angler brauche man also auf jeden Fall Ausdauer. Seit 25 Jahren weist er den Nachwuchs in die Geheimnisse der Fischerei ein.

Gemeinsam mit Stellvertreter Markus Steinborn und Jugendbetreuer Michael Kopp behält er jetzt die neun Buben im Auge, die am Pfingstwochenende zum Weiher gekommen sind.

Würmer, Mais oder Teig haben sie an ihren Haken befestigt und sich nebeneinander am Wasser postiert.
Jetzt hoffen die Angler, dass möglichst bald ein dicker Fisch anbeißt. Nach knapp 40 Minuten geduldigen Wartens der erste Erfolg. Stolz hebt der 13-jährige Simon seinen Fang in die Höhe. „Eine schöne Schleie“, befindet er und packt den golden glänzenden Fisch wenig später in eine Plastiktüte, „die grillen wir heute“. 37 Zentimeter ist sie lang, groß genug, dass sie mitgenommen werden darf.
Schließlich gelten für die gefangenen Fische sogenannte „Schonmaße“. Mindestens 30 Zentimenter muss danach eine Schleie lang sein.

Ist der Fang zu jung, kommt er zurück ins Wasser.
Damit, erklärt Michael Kopp, soll sichergestellt werden, dass die Fische mindestens einmal abgelaicht haben, bevor sie in einem Kochtopf landen. Und auch hinsichtlich der Mengen gibt es gesetzliche Begrenzungen. Schließlich gehört auch der Arten- und Naturschutz zu den Anliegen der Fischer.

Immer wieder werden die Gewässer neu bestückt – mit Forellen, Zandern, Saiblingen und Rotaugen, die der Verein selbst züchtet, oder mit Exemplaren aus dem Handel.

Der von Bäumen umgebene Weiher, an dem heute geangelt wird, liegt inmitten von Feldern nahe Wullenstetten und ist für die jugendlichen Angler reserviert.
Der Eigentümer hat ihn der Gruppe zur Verfügung gestellt, und so sind sie hier ganz unter sich.
„Das ist unser Reich“, sagt Wolfgang Botzenhardt, „wir sind den Besitzern dafür sehr dankbar“.
Als Gegenleistung rücken die Jugendlichen immer wieder zur Pflege der Uferbereiche an. Und auch in Freudenegg können sie Angeln gehen.

Die Jugendabteilung des Fischereivereins besteht aus Mitgliedern zwischen zwölf und 18 Jahren, die nicht nur angeln, sondern auch Theorie pauken.
Schließlich können sich die Angler hier auf die staatliche Fischerprüfung vorbereiten, die sie zum Angeln berechtigt.
Für diese Prüfung, berichtet der 15-jährige Felix, müsse zwar gelernt werden, „aber eigentlich war sie nicht so schwer“.
Fischkunde, Gerätekunde und Knotenkunde gehören da zu den Prüfungsdisziplinen. Auch der gleichaltrige Stefan hat seinen Schein schon bekommen.
Bis sie 16 sind, dürfen die Hobbyfischer nach bestandener Prüfung und mit Erlaubnisschein zu zweit
oder in Begleitung eines erwachsenen Anglers auf Fischjagd gehen.

Die Saison dauert von April bis Dezember. Dann macht die Jugend ihre Winterpause. Das Wissen über Fischarten, Gewässer oder Angeltechnik wird in die aktiven Angelstunden eingebaut. Nachwuchssorgen plagen den Verein nicht, berichten die drei Betreuer, auch ohne Werbeaktionen fänden sich immer wieder neue Interessenten.

So wie Lukas, der heute zum ersten Mal dabei und eifrig bei der Sache ist. Auch Frederik, 14 Jahre alt, ist über einen Freund zum Verein gekommen.
Er hatte heute zwar noch kein Glück, aber das trübt die Begeisterung nicht. (Quelle: Neu-Ulmer-Zeitung)

 

Gruppenfoto

Die Jugendgruppe hat zunächst für drei Jahre vom Inhaber des Ulmer Juweliergeschäfts Merath eine Weiher überlassen bekommen. Der Weiher liegt westlich vom Wullenstetter Weiher nahe der Bahnlinie Neu-Ulm - Kempten. Von drei nebeneinander liegenden Teichen ist es der Mittlere, der mit ca. 0,5 ha in etwa der Größe des Wullenstetter Teichs entspricht.


Herr Merath hat zum Ausdruck gebracht, dass der Teich ausschließlich der Jugend zur Verfügung stehen soll. Dieses Anliegen entspricht auch der Vorstellung der Vorstandschaft und wird gerne unterstützt. Schließlich trägt es auch zur Ausbildung der Jugend bei, wenn ein Gewässer selbständig gehegt und gepflegt wird.


Die Jugend ist auch schon kräftig dabei, die Ufervegetation entsprechend herzurichten. Natürlich mit Unterstützung und Anleitung der Jugendleitung.


Man kann also davon ausgehen, dass der Teich in guten Händen ist und an dieser Stelle - stellvertretend für die Jugendlichen, gebührt Herrn Merath ein ganz ganz großes Dankeschön!!